Die Melancholie – Nachtrag

Unangekündigt steht sie vor meiner Tür, wohl wissend, dass ich spontane Besuche so gar nicht leiden kann. Sie greift wie selbstverständlich nach meiner Hand, schaut mich dabei nicht einmal an. Als würde sie mich strafen wollen, als hätte ich „Ihre“ Blicke nicht verdient.

Ich bin müde, versuche ich ihr klar zu machen, möchte stumpf meinen Film zu ende sehen und einschlafen. Es ist Ihr gleich, stattdessen drückt sie meine Hand noch fester, verlangt nach meiner vollen Aufmerksamkeit.

Die Welt verwandelt sich in einen grauen, klebrigen Klumpen und ich mag Sie heute nicht davon abhalten.

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3 thoughts on “Die Melancholie – Nachtrag

    1. Heute ist bei mir zum Glück das genaue Gegenteil der Fall. Ich kann mich wirklich nicht beklagen, solche Tage sind eine Seltenheit bei mir, aber dann haben sie es auch in sich. Fühl dich von der Fremden gedrückt 🙂

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